Für wen mache ich Bilder ?!
Diese Frage stelle ich mir immer wieder…
Ich bin weiß Gott kein Profifotograf der gegen Bezahlung Aufträge abarbeitet und somit immer einen Auftragsgeber hat.
Also mache ich Bilder die mir Spaß machen, lichte Menschen ab die mir gefallen und probiere mich mit jedem Mal aus.
Aber dann habe ich die Bilder auf dem Rechner/in der Mappe liegen…Und dann ?
Dann stelle ich sie aus, bevorzugt im Netz, sowohl hier als auch auf anderen Plattformen. Anschließend schauen sich mal mehr, mal weniger Menschen meine Bilder an. Auf einigen Plattformen bekomme ich Feedback, auf anderen eher nicht. Aber auch im “echten” Leben werde ich in letzter Zeit vermehrt auf meine Bilder angesprochen.
Also mache ich die Bilder doch für andere ? Um sie zu zeigen ? Um mir einen Namen zu machen ?
Wenn die Bilder dabei noch anderen gefallen, dann ist das ein netter Nebeneffekt. Aber es ist sicherlich nicht mein Anliegen Bilder für andere zu machen.
Nein…Ich mache Bilder weil es mir Spaß bereitet. Und weil ich meine Gedanken und Vorstellungen visuell umsetzen möchte.
Und doch herrscht unter “Fotografen” ein großes Geltungsbedürfnis. Viele der “Kollegen” zeigen ihre Arbeiten auf vielfältige und sehr…direkte…Art. Sie nutzen jegliche Möglichkeiten um das Bild zu “präsentieren”.
Den Begriff “präsentieren” benutze ich eigentlich ungern. Denn für mich hat dieser Begriff etwas lautes, etwas aufdringliches an sich.
“Schaut mein Bild an ! Es ist besser als alle andere und keiner ist so gut wie ich !”
“Nur ich habe es verdient Lob & Anerkennung zu bekommen. Wer Kritik übt, der hat doch eh keine Ahnung !”
So ist auf jeden Fall meine Erfahrung mit vielen Plattformen. Auch deswegen habe ich mich zum großen Teil dort zurück gezogen.
Mir ist die Art, wie viele Fotografen ihre Werke präsentieren und mit Kritik, Anregungen aber auch Lob umgehen, nicht wirklich lieb. Ich habe das Gefühl das es inzwischen nicht mehr auf das Bild an sich, sondern viel mehr auf die Technik, den Namen oder das KnowHow dahinter ankommt.
Auch keimt bei mir mehr und mehr das Gefühl auf, dass viele Menschen respektive Fotografen “Feedbackgeil” geworden sind. Natürlich erfreut es auch mich wenn ich Feedback bekomme, doch schrieb ich es schon einmal. Ein “Danke” des Menschen den ich ablichte oder aber ein “Toll” von Freunden & Kollegen die mir etwas bedeuten…das ist mir tausend Mal lieber als ein “unbedeutender” Kommentar irgendwo im Netz.
Auch lasse ich jeden sein wie er mag…Und auch seine Bilder. Es gibt zig verschiedenen Stile und Qualitätsansprüche. Mindestens genauso viele wie Bilder selbst. Es ist heutzutage einfach so das eigentlich jeder mit relativ wenig Aufwand, relativ gute Bilder machen kann.
Das nicht immer gleich ein Meister vom Himmel fällt, dass dürfte eigentlich klar sein.
Und ist es nicht viel spannender zu sehen wie sich jemand entwickelt, anstatt gleich “drauf zu hauen” und jegliche Stimmung und Freude am Hobby Fotografie kaputt zu machen ?!
Ich denke, wir sollten uns in Zukunft viel mehr auf die Bilder konzentrieren. Und als “Fotograf” beim Auslösen nicht unbedingt daran denken wie die Bilder bei anderen ankommen. Sondern erst einmal Bilder für uns zu machen. In einer Bildersprache, in einem Stil und in einer Art & Weise wie sie uns selbst gefällt.
Wenn dann genau dieser Stil, diese Art Bilder zu machen auch bei anderen ankommt, dass ist dann ein nettes “Zubrot”. Und mit Sicherheit auch eine Art von Seelenstreicheln. Doch das können wir auch selbst. Indem wir uns hin setzen und unsere Bilder selber wieder mögen.
Versucht es einfach mal…
Kopf abschalten beim fotografieren und betrachten der eigenen Bilder.
Ihr werdet sehen, die Bilder stehen auf einmal ganz anders da…


















Tim
Da kann ich dir ausnahmweise
mal komplett zustimmen…