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Wer fotografiert, hat mehr vom Leben.

Es werde Licht ! Oder auch nicht !

Angeregt von dem Artikel auf kwerfeldein.de, möchte ich heute mal über meine Erfahrung mit AL (Avabile Light) berichten.

Kurz und prägnant: Es rockt !

Ich habe mich, auch mangels Lust ständig kiloweise Lichtausrüstung mitzuschleppen, irgendwann auf AL eingeschoßen.
Es gibt zahlreiches Zubehör im Handel, welches so vielfältig wie auch schwer ist. Und da ich ein Purist bin, hatte ich nie Lust Masse an Ausrüstung mitzuschleppen.
Kamera, ein, zwei Objektive, ein Reflektor, das Model, eine Begleitperson, ein Assi vielleicht und gut ist.

Mit einem LKW voller Stative, Lichtformer, Softboxen, Schirme und Akkus anzureisen ist meiner Meinung nicht nur “too much” sondern in vielen Fällen auch “oversized”.
Keine Frage, mit einer guten Lichtausrüstung oder aber auch mit ein, zwei entfesselten Blitzen bekommt man sehr schöne Effekte und eine tolle Bildwirkung hin. Und es gibt sicherlich den ein oder anderen Fall in dem zusätzliches Licht von Nöten ist. Auch ich selbst war schon in Situationen wo ich auf Licht angewiesen war. Doch selbst dann halte ich es so gering wie möglich.

Warum schieße ich also so gern bei AL ?
Weil ich ich im Grunde gegen alles bin was die Realität verbiegt. Gerade in der Menschenfotografie. Man kann durchaus ein schöne Bild hinbekommen mit Licht. Aber wenn es ersichtlicht ist das dass Model im Wald von Kunstlicht angestrahlt wird, das gefällt mir persönlich nicht. Im Studio arbeite ich ja kaum, unter anderem wegen dem Licht. Zwar kann man dort alles beeinflußen, sich das Licht rücken wie man braucht, doch macht es das ganze natürlich auch wesentlich einfacher.
Für mich liegt die Herrausforderung darin eben vorhandenen Licht zu nutzen. Mit gar keinen oder nur ganz wenigen Hilfsmitteln (Reflektor).
Draußen, unter freiem Himmel, muss ich auf viele Dinge achten. Schatten, Tageszeit, Lichtwirkung usw. Dadurch komme ich persönlich viel schneller voran (was das sammeln von Erfahrungen angeht) als wenn ich ständig 100% Licht hätte. Sicherlich, auch der Umgang mit Blitz und Co. muss erlernt werden. Und ganz bestimmt ist das auch ein weiter Spektrum an Wissen das man dort beherrschen muss. Doch neben oben angesprochenen Punkten ist “Blitzlicht” auch nicht mein Stil. Wie in vielen anderen Fällen möchte ich gern puristisch bleiben.
Dazu zählt eben auch das vermeiden von allzu viel Technik.

Ich ziehe meinen Hut vor jedem der Lichtführung beherrscht. Und wie gesagt, es kommen teilweise sehr schöne Bilder bei raus. Und auch ich komme in gewissen Bereichen um das Thema Blitzen nicht herum. Aber wie bereits in dem Artikel auf kwerfeldein.de erwähnt, möchte ich mich auf andere Dinge konzentrieren. Und ein wenig dem ganzen Technikwahn entgegen wirken. Außerdem gebe ich so wesentlich wenige für Ausrüstung aus die ich nicht wirklich oft benötige…Sparmaßnahme leicht gemacht.

Ich möchte hier das Blitzen nicht verteufeln. Wie schon mehrfach erwähnt, es hat seine Daseinsberechtigung, gar keine Frage.
Und vielleicht werde ich im Laufe meiner “Karriere” irgendwann auch verstärkt auf Licht setzen. Doch momentan gehört es eben zu dem Stil wie ich fotografiere bzw. was ich in der Fotografie sehe.

Dan Wolf - Der Schreiberling, Denker und Bildermacher hinter diesem Blog...

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